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Anstatt den Kühlschrank einer Strandkneipe zu erleichtern und dabei nach Sternschnuppen Ausschau zu halten, können Sie natürlich auch ein Restaurant heimsuchen oder sich in das Nachtleben der Insel stürzen (das unter der Woche allerdings häufig so gegen zehn Uhr abends zum Erliegen kommt). Es gibt einige sehr gute Restaurants, wie etwa das "Round House" in Bogles. In Lauriston hat vor wenigen Monaten „The Fountain Wine Bar & Restaurant“ eröffnet.

Hillsborough wartet mit vielen kleinen Snack-Bars auf hungrige Kunden, das Tagesangebot variiert, ist aber immer erschwinglich. Vielleicht bekommen Sie auch Sehnsucht nach einer ordentlichen Pizza oder Lasagne, dafür können wir Ihnen die Pizzeria in der Tyrell Bay empfehlen. Bei manchen Restaurants muss vorab reserviert werden.

Hardwoodbar

Fischer mit Lobster

Aber vielleicht suchen Sie gar kein Ambiente, sondern lediglich einen vorzüglichen Fisch. Diesen Wunsch erfüllen Ihnen viele - sagen wir mal - unscheinbare Lokale auf der Insel. Sozusagen "Hausmannskost" bekommen Sie zum Beispiel in der Hardwood Bar am Paradise Beach in L´Esterre. Hier gibt es gut gefüllte Teller mit fangfrischem Fisch, schmackhaftem Gemüse, Reis, Plantains, gebratenen Bananen oder Süßkartoffeln. Die Beilagen wechseln täglich. Dasselbe gilt für das „Lamby Queen“ in Harvey Vale, wo Mary in der Küche zaubert. Sie können aber auch einen Fischer engagieren, der Ihnen am Strand einen Lobster zubereitet. Feilschen Sie bitte nicht um den Preis, den weiß er vorher nämlich nicht. Der ist abhängig davon, welches Tier er an diesem Tag erwischt, denn was Sie bekommen, landet fangfrisch im Topf. Ganz sicher werden Sie früher oder später über etwas stolpern, das sich „Lambi“ nennt. Das ist das Fleisch der schönen Conch-Muscheln, die im übrigen aber eine Meeresschnecke ist.

Man muss sich auch nicht genieren, wenn man zwischendurch auch einmal wieder einen guten Hamburger verdrücken will. Das geht im „Kajak-Café“ in Hillsborough, wo Sally den Kochlöffel schwingt. Geöffnet hat es außer dienstags tagsüber die ganze Woche, abends von Donnerstag bis Samstag.

Für den kleinen Hunger am späteren Abend müssen Sie sich wohl oder übel den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Dort wo es raucht – manchmal einfach am Straßenrand – können Sie auf der Suche nach einem Hühnerteil meist fündig werden. In kleinen Kneipen gibt es dazu auch Chips mit dem unvermeidlichen Ketchup. Veggies können gegrillte Maiskolben probieren. Wenn Sie den Rauch verpassen, trinken Sie einfach ihr Essen.

Kajak Cafe

Riffische

Falls Sie in einem Guesthouse wohnen und eine Küche haben, können Sie auch einen der Fischer abpassen und ihm einen Meeresbewohner Ihrer Wahl abkaufen. Die Fischer kommen meist zwischen neun und elf Uhr von ihrem Ausflug zurück. Wundern Sie sich also nicht, wenn so viele Leute bis in den Nachmittag hinein am Strand "chillen" - abhängen. Viele von denen sind gegen drei Uhr in der Früh in See gestochen, mit Faulheit - wie manche Touristen meinen - hat das also wenig zu tun.

Um Fische zu erwerben, die noch tropfen, sollten Sie in der Threll Bay oder am Paradise Beach um die Hardwood Bar oder um Banana Joe´s Bamboo Brunch Bar herumlungern. Dort haben Sie die besten Chancen auf einen Barracuda, einen Bonita oder - ein besonderer Leckerbissen - auf einen Snapper. Tutet es irgendwo – ein Sound, den man, einmal gehört, sofort identifizieren kann, ist ein großer Fang gelungen. Verkauft wird er von der Ladefläche eines Autos, das auf der Suche nach Käufern die Straßen abfährt. Um auf die Aktion aufmerksam zu machen, blasen die Fischer die Conch-Muschel, die weithin zu hören ist. Natürlich können Sie auch auf den Fischmarkt nach Hillsborough gehen. Sie finden ihn in der Mainstreet vom Zentrum aus Richtung Flugplatz. Dort herrscht strenge Arbeitsteilung. Sie kaufen den Fisch und auf Wunsch wird er für drei oder fünf Dollar von allen Sauereien befreit (Flossen und Zähne, an denen man sich übel stechen kann, Innereien usw.). Der Kopf und die Augen gelten als Delikatesse, die gibt man Ihnen daher auf jeden Fall mit.

 

Aber vielleicht verstehen Sie unter "Ausgehen" etwas ganz anderes. Freitags empfiehlt sich ein Besuch in der Tyrell Bay. Im Restaurant "Lambi Queen" spielt eine Steelband, später gibt es Disco. So ab elf Uhr pilgern Hartgesottene ins Galaxy nach L`Esterre. In Hilsborough geben sich in der “Coconut Bar“ die „Country Boys“ regelmäßig die Ehre, am Samstagnachmittag gibt es dort eine Jam Session in der Strandkneipe „La Playa“. Bingo gibt es regelmäßig fast überall und wenn Sie irgendwo Musik hören (die meist nicht zu überhören ist), dann können Sie dort ja einmal vorbeischauen.

Ansonsten gibt noch die eine oder andere Moonshine-Party und jede Menge anderer Events, auch "in town". Aktuelle Ansagen liefern die Moderatoren von "Radio Kajak", dem örtlichen Sender. „Direktmarketing“ wird auch gern betrieben: Da fährt ein Auto kreuz und quer und lässt übers dröhnende Mikrofon wissen, was gerade angesagt ist. Ansonsten: Seien Sie nicht schüchtern, fragen Sie. Die Einheimischen wissen immer, wo etwas los ist.

Steelband
Parade Karneval

Und wenn Sie während des Karnevals auf der Insel sind, dann ist sowieso alles klar. Guter Tipp: Bringen Sie ein paar alte Klamotten mit! Ende April gibt es dann den Maroon, ein Erntedankfest. Es startet am Freitagabend mit einer (für kapitalistische Verhältnisse) geradezu unglaublichen Party: im Wechsel lädt ein Dorf die ganze Insel ein, Essen und Getränke sind kostenlos! Die folgenden beiden Tage gibt es dann Kultur im engeren Sinn, samstags am Abend im Belair Park, sonntags am Nachmittag am Paradise Beach.

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